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Die Entstehung "des Hahn's"
WIP (work in progress) of the rooster
Erst einmal die Vorgeschichte zu diesem Hahn und warum er von mir gemalt wurde:

Dieser Hahn ist eines meiner Tiere, ich brachte ihn aus einem meiner vielen Spanienurlauben aus den Pyrinäen mit. Doch wie überlebt ein aufgeregter Hahn die lange Fahrt im Auto zusammen mit den Dobis?
Er reiste damals als Ei, eingepackt in Toilettenpapier und sicher verstaut in meiner Edelstahlkaffetasse!

Mitten im Herbst und so völlig ungewöhnlich wurde er dann hier in Deutschland, zusammen mit seinen beiden "Eigeschwistern", von mir ausgebrütet (nein, natürlich in unserem Brutschrank!).
Nach 3 Wochen schlüpfte dann dieser Prachtkerl als einziges Küken und wurde umso mehr liebevoll im Haus (es lohnte sich nicht für ein Küken mitten im Winter den Stall zu heizen) aufgezogen.
Da er so allein war, hockte er hin und wieder zusammen mit Colly, meiner alten nun schon verstorbenen Hündin, in der Waschküche auf einer Stuhllehne und schaute uns Menschen zu. Der Hund bewachte ihn sorgsam, dass er auf dem Stuhl sitzen blieb!
Später, wurden dann für ihn eigene Hennen, 5 an der Zahl, für ihn zugekauft und diese versorgen uns alle fleissig mit Eiern ;o)
Sehr Menschen- und auch Hundebezogen führte er sich oft wie ein wahrere spanischer Gockel auf und ist wirklich nicht wegzudenken aus unserem Garten.
Mittlerweile treibt er sein Unwesen schon über 5 Jahre hier bei uns - also sollte er zur Erinnerung verewigt werden!
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Dieses Foto (1.) wurde von mir gemacht, um ihn anschliessend auf Papier zu bringen...
Nach einer aufwendigen Vorzeichnung auf einem hellgrauen DIN A2 Tonkarton, begann ich zuerst
den dunklen Hintergrund anzulegen um die Struktur des Maschendrahtzaunes, dem anspruchvollsten
Schritt zuerst herausarbeiten zu können. Beim Hahn selbst begann ich wie immer, mit der hellsten Farbe
der Ölpastellen zuerst.
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Abbildung (2.)
Im nächste Schritt wird das Gefieder von Hell nach Dunkel
also über Weiß, Cremefarben, Ocker- und Hellgrautönen
bearbeitet, die Ölpastelle vorsichtig ineinander eingearbeitet
um anschliessend in einer "Trocknungsphase" auszuhärten.
Der Behang rund um das Schwanzgefieder in Wuchsrichtung
angelegt, damit die Struktur später optimal zur Geltung kommen kann!

Ölpastelle werden nicht zwischenfixiert, sondern Trocknen an.
Abbildung (3.)
Nun werden alle möglichst natürlichen Brauntöne von Ocker, Siena, Siena gebrannt, Umbra etc. aufgetragen.

Ich bin der Meinung, dass die Verwendung von Naturtönen mir eine noch naturnahe Darstellung von Tieren ermöglicht, nicht zuletzt weil sie aus reinen Naturmaterialien hergestellt werden und so den natürlichen Farben in ihrer Brilliaz und Farbechtheit gegenüber den künstlich hergestellten Pigmenten ein wenig unterscheiden.

Nach einer weiteren Trocknungsphase können nun die einzelnen Federn nach und nach ausgearbeitet werden.

Besonders geeignet für Gefieder aller Art ist das Ölpastell, weil es eine leicht glänzende Oberfläche nachempfindet, welches bei andere Farben nur durch Zusetzung von Glanzlichtern (wiederum hellere Aufsatzlichter durch Weiss, etc.) möglich macht, dies bleibt ist hier teilweise sogar überflüssig.
Die Federn schillern glatt und glänzend.

Trocknungsphasen und Federausarbeitung erfolgen nun im Wechsel, bis das Gefieder deutlich zu erkennen ist.
Abbildung (4.)
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Während den oft tagelangen Phasen der Trocknung, je nach der Dicke des Farbauftrages, können schon andere Bereiche bearbeitet werden.

Der Zaun im Hintergrund wurde erweitert und mit Hilfe von Metallicfarben zum Schillern gebracht, der feinere Hasendraht mit Glanzlichtern versehen.

Am Hahn, wurde die hellste Farbe des Kamms , Kehllappen und Schnabel aufgetragen, der Hintergrund weiter bearbeitet.
Abbildung (5.)
Auf die feinen Partien werden nun grobe Farben aufgetragen um die Strukturen zur Geltung zu bringen, dieses macht die Darstellung z.b. des Putzes oder des Mooses an der Wand im Hintergrund möglich.

Herumliegende Blätter und Sägespäne werden gezeichnet und die Kopfpartie des Hahns in kleinen Schritten angebracht.

Zum Abschluss werden die Augen eingezeichnet - einige tun dies zum Anfang eines Bildes, da sie der Meinung sind, dass wenn "die Augen nicht gelingen, das ganze Bild zum Scheitern verurteil ist", doch ich behalte mir dieses i-Tüpfelchen bis zum Schluss auf, es ist ein Ansporn und eine besondere Vorfreude ist, dem Tier so das "Leben" einzuhauchen unddas Bild perfekt zu Vollenden. ;o))

Eine dünne Schicht Fixativ, bringt das Bild zum Glänzen und schützt es vor UV-Strahlung, dem Verblassen der Farben.
Abbildung (6.)
Das fertige Bild:
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